aew SC Tigerli PP Aachen

Saison 2017/2018

1. Spieltag 16.09.17 (Gemeinschaftsspieltag) gegen Stolberger SV II 23 : 9

Nach unserem (sicher vermeidbaren) Abstieg spielen wir in dieser Saison nun in der Kreisliga des ASVb. Gleich zum Auftakt beim Gemeinschaftsspieltag in der Gesamtschule Brand bekamen wir es mit der zweiten Vertretung von Stolberg zu tun. Nach einer knappen halben Stunde Spielzeit bot der Gegner von Werner Paulus remis an, weil er gesundheitlich nicht gut dran war. Nach einigem Überlegen willigte Werner schließlich ein. Es sollten die einzigen Punkte für die Stolberger Schachfreunde an diesem Nachmittag sein. Danach ging es Schlag auf Schlag, bzw. Punkt auf Punkt: Michael überspielte seine Gegnerin recht flink. Bernd konnte mit Schwarz im Mittelspiel die Initiative übernehmen und seinen Gegner schliesslich zu einem schweren Fehler "überreden". Peter gewann mit den weißen Steinen in einem Damen-Läufer-Endspiel. Roman verteidigte sich erfolgreich gegen ein "typisches" Qualitätsopfer, und verwertete sehr schön und fast lehrbuchartig seine Mehrqualität, indem er im späteren Endspiel seine Bauern auf Schwarz stellte, um dem weißfeldrigen Läufer des Gegners keine Chance zu lassen. Unser Neuzugang Ralf spielte am ersten Brett mit Schwarz gegen den ASVb-Vorsitzenden. Ralfs Zug Dc7 brachte ihn zu 15-minütigem Nachdenken. Ein taktischer Schlag mit dem Läufer auf a3 gewann zuerst den Mehrbauern und schließlich auch den vollen Punkt, nachdem Ralf mit seinen Türmen die d-Linie besetzt hatte und des Gegners Türme zu Statisten machte, bis die Stellung auseinanderbrach und Weiß kapitulierte. Alexander spielte klare Strukturen und brauchte nur zu warten, bis sein Gegner mit "leeren" Mattdrohungen anfing. Dabei ging ein Bauer verloren, der im späteren Turmendspiel den Gewinn sicherstellen sollte. Ebenfalls sein Turmendspiel gewinnen konnte Herbert, der tiefenentspannt aus dem Urlaub kam und nach langer Zeit in einer Turnierpartie wieder den vollen Punkt erzielen konnte.

2. Spieltag 14.10.17 auswärts gegen SF Geilenkirchen I 18 : 14

Zum zweiten Spieltag – an dem sieben Sonnen am Himmel standen (fast zu schade zum Schach spielen!) – reisten wir in Geilenkirchen an und spielten dort in einem kleinen Kellerraum, wo kein Tageslicht hinein gelang. Geilenkirchen war stark ersatzgeschwächt, wir dagegen fast komplett von Brett 1 bis 8. Und tatsächlich der Tag gut: Alexander konnte nach einer halben Stunde Spielzeit und 12 Zügen den vollen Punkt einfahren. Sein Gegner sah sich mit einem tödlichen Springerabzug mit gleichzeitigem Schach und Angriff auf die Dame konfrontiert und gab sofort auf. Kurze Zeit danach remisierte Peter, nachdem auf dem Brett tatsächlich schon nichts mehr los war. Michel hatte es einfach, da sein Gegner schon frühzeitig eine Figur für einen Bauern hergeben musste. Danach ging es Stück für Stück weiter bergab bis zu Michels vollem Punktgewinn. Bernd (Schrader) hatte zwar nach einem Blackout im 4. Zug einfach einen Springer weniger, doch seine Kampfkraft verunsicherte den unerfahrenen Gegner. Plötzlich hatte Bernd tödliche Mattdrohungen und sein Gegner stellte die Dame ein. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt schon nichts Besseres, was die spätere Analyse ergeben hatte. Nachdem Werner sich mit seinem Gegner friedlich einigte, waren nach anderthalb Stunden 5 Partien beendet und wir führten mit plus 3 Gewinnpartien. Doch es sollte noch lange dauern, bis wir den nötigen halben Punkt ergattern konnten. Heinrich kam einfach nicht zur Rochade und sah sich in einem Endspiel mit Doppelturm und Doppelläufern von allen Diagonalen und Reihen "aufgespießt". Nach dem Qualitätsverlust ging auch noch durch eine kleine Taktik seines erfahrenen Gegners der ganze Läufer verloren. Ralf kämpfte unterdessen mit Schwarz und in schwieriger Stellung, in der gerade mal zwei Bauern getauscht waren, ehe sein Gegner sehr überraschend die dreimalige Zugwiederholung herbeiführte. Damit war der Mannschaftskampf zu unseren Gunsten entschieden. Bleibt noch Bernd (Schullers) Partie, der zwar in komplexer Lage einen Bauern einstellte, aber mit seinem schwarzfeldrigen Läufer auf der langen Diagonale zu Kompensation und später um Ausgleich kam. Die Partie endete schließlich mit einem Dauerschach.

3. Spieltag 18.11.17 gegen DJK Aufwärts Aachen V 19 : 13

Zur „Spitzenbegegnung“ am dritten Spieltag traten wir vollzählig von Brett 1 bis 8 an. Die ESG war ausgebucht, doch Aufwärts war so nett, uns Unterschlupf zu gewähren, so dass wir das Heimspiel in den schön renovierten Dachgeschossräumen absolvieren konnten. Da Aufwärts theoretisch aus dem Vollen schöpfen kann, wussten wir nicht, wie gut unsere Gegner sein würden. Doch es lief sehr gut: Werner konnte nach drei Stunden Spielzeit den ersten vollen Punkt für uns einfahren. Mit seiner „Spezialverteidigung“ wiegte er den Gegner in Sicherheit, verzichtete auf die Rochade und schlug dann zu: Qualität mehr und peu à peu den Gegner in die Enge getrieben. Bernd (Schraders) Gegner spielte von Beginn an sehr passiv, was sich rächen sollte. Der Druck nahm zu, Angriff auf dem Königsflügel, Springervorposten auf e5 und bald hieß es 2:0 für uns. Peter verlor seine Partie leider, trotz einiger Mattdrohungen, die sein Gegner aber erkannte und parierte. Heinrich opferte bewusst seine Figur für 3 Bauern, bekam Angriff, doch der schlug zunächst nicht so richtig durch. Seine Gegnerin hatte die ganze Zeit sehr schnell gespielt und prompt auch irgendwann zweizügig eine Figur eingestellt, so dass ein Doppelturmendspiel entstand, das Heinrich mit seinen verbundenen, weit vorgerückten Freibauern für sich entscheiden konnte. Alexander verlor durch inkonsequentes Spiel einige Tempi; der Gegner herrschte über die c-Linie. Dennoch gelang ihm im Endspiel die Wiederherstellung der Kräfte und eine Remisschaukel, der sein Gegner nicht mehr ausweichen konnte. Fast zeitgleich beendete Roman seine Partie siegreich und stellte damit den Mannschaftssieg sicher. Auch er hatte eine Figur für 3 Bauern geopfert und den Gegner schließlich mit seinen Freibauern in die Knie gezwungen. Bernd (Schuller) verlor seine Partie, nachdem er seinen Königsangriff allzu optimistisch geführt hatte. Das i-Tüpfelchen setzte Ralf, der als Letzter noch spielte und berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg hatte. Und so kam es auch: Sein Gegner hatte während der Partie viel Zeit verbraucht und griff letztlich in Zeitnot und zwei Minusbauern fehl, stellte seinen Turm ein und gab direkt auf.

4. Spieltag 9.12.17 gegen SF Baesweiler II 23 : 9

Zum ersten Mal diese Saison hatten wir ein "echtes" Heimspiel in der ESG. Wir wollten trotz des Fehlens unserer Spitzenbretter die Tabellenführung natürlich verteidigen, und um es vorwegzunehmen: das ist uns gut gelungen. Herbert gewann blitzartig nach gerade mal einer Dreiviertelstunde Spielzeit, Michel lieferte mit den weißen Steinen eine überzeugende strategische Gewinnpartie ab und selbst Michael fand in verlorener Stellung noch einen Pattwitz.
Hier das Ende aus Werners schöner Partie (Analysen von Werner):

Weiss hatte gerade den agressiv ausschauenden Zug 24. Th6?! gespielt, der Schwarz eine taktische Möglichkeit eröffnet: 24. ... Sc4! War Th6 schon nicht gut, so folgte jetzt mit 25. De2?? ein katastropher Fehler, der aus dem möglichen taktischen Schlag einen wirklichen macht: 25. ... Txf3! Auf gxf3 folgt einfach Dxg5+ und Dxh6. Angesichts dessen spielte Weiß 26. Tdh1. Es folgte 26. ... Tf1+ 27. Txf1 Txf1+ 28. Dxf1 Dg5+, wonach Weiß aufgab. Statt 25. De2 hätte der einzige Zug Dg1 Weiß im Spiel gehalten, aber das Eindringen der schwarzen Dame über die a-Linie ermöglicht: 25. ... Dd8 (hält S und D weiter fest; was soll Weiß ziehen?) und 26. ... Da8.
Alexander mit Schwarz am Spitzenbrett musste etwas "nachsitzen", bis auch er seine technische Gewinnstellung in einen ganzen Punkt umgesetzt hatte.
In dieser Stellung konnte er mit 44. ... d3! den Druck entscheidend erhöhen. Es folgte noch 45. Teb2 Dd4 46. Dc3? Txe4! und Weiss gab auf.

5. Spieltag 13.01.18 auswärts gegen SC Kalterherberg II 17 : 14

Bei zwar kaltem, aber schneefreien Wetter fuhren wir in die tiefe Eifel zu unseren Gegnern nach Kalterherberg. Heinrich hatte das Glück, seine Partie kampflos zu gewinnen und das Pech, den Spielbericht schreiben zu müssen. Herbert konnte seine Eröffnungsprobleme nicht lösen und geriet in ein Springerendspiel mit Minusbauer. Sein Gegner konnte das souverän gewinnen. Werner Paulus hatte einen starken Angriff, aber leider griff er in taktisch komplizierter Stellung fehl und verlor eine Figur. Er schaffte es aber, seinen Gegner noch unter Druck zu setzten und die Figur zurück zu gewinnen. Daraufhin einigten sich beide Spieler auf Remis. Bernd Schrader hatte sich als Weißer einen deutlichen Raumvorteil erspielt. Er setzte seinen Gegner schrittweise immer weiter unter Druck, bis dieser nicht mehr alle Drohungen parieren konnte. Für Werner Wälbers mit Schwarz reichte es letztlich nach einem zähen Figurenendspiel zu einem Remis. Bernd Schuller hatte bereits früh in der Eröffnung einen Bauern gewonnen. Sein Gegner versuchte dies durch einen Königsangriff mit Qualitätsopfer zu kompensieren. Leider übersah Bernd eine Möglichkeit des Gegners, als der Angriff eigentlich schon abgewehrt war, und musste sich geschlagen geben. Ralf erhielt als Schwarzer eine Stellung, in der er einen isolierten Bauern, aber dafür aktives Figurenspiel bekam. Sein Gegner spielte passiv, aber ohne Fehler, so dass die Partei nach langem hin und her Remis ausging. Damit stand es 14:13 für uns. Michels Partie war somit entscheidend. Sowohl unsere Gegner als auch wir boten ihm mehrmals Remis an, aber standhaft wies er alle diese Angebote ab. Das trieb uns die Schweißperlen auf die Stirn, denn Michel hatte zwar einen Bauern mehr, die Stellung war jedoch sehr offen. Beide Seiten hatten Angriffschancen. Letztlich übersah seine Gegnerin, die bis dahin die Partei gut gespielt hatte, dann doch eine taktische Drohung, und Michel konnte die Partei gewinnen. Insgesamt konnten wir nach diesem spannenden Mannschaftskampf einen knappen Sieg verbuchen.

6. Spieltag 24.02.18 gegen SV Herzogenrath III 18 : 14

Im Heimspiel gegen die 3. Mannschaft aus Herzogenrath sollten wir unsere weiße Weste behalten. Allerdings war die Begegnung von einigem Auf und Ab geprägt und viel mühevoller als es die Papierform erwarten ließ. Alexander willigte nach nur einer Stunde Spielzeit gegen seine blitzschnell ziehende Gegnerin in ein Remis ein. Objektiv war tatsächlich nichts mehr los, allerdings hätte man sich getrost auf das Endspiel einlassen sollen. Herbert hatte seinen Gegner sauber überspielt, inzwischen drei Mehrbauern, sich eine Dame geholt, doch leider übersah er im Angesicht des sicheren Sieges die letzte Ressource seines Gegners – die Springergabel. Immerhin bot ihm sein Gegner remis an, was er dankend annahm. Ähnliches ereignete sich bei Michael, der im Turm-Springer-Endspiel mit Mehrbauern auf Siegeskurs war, dann jedoch die Qualität verlor, aber letztlich das Endspiel Turm gegen Springer erreichte: Remis. Auch Peter erreichte gegen seinen eigentlich schwächeren Gegner nur Remis. Bernd (Schrader) konnte aus zugeschobener Stellung seinen Gegner so weit lähmen, dass ein Bauerngewinn im Springer-Läufer-Endspiel unvermeidbar war. Somit steuerte er den ersten vollen Punkt für uns bei. Dass aktives Figurenspiel auch mal drei Minusbauern aufwiegen kann, demonstrierte Bernd (Schuller), der letztlich im Königsangriff siegte, nicht zuletzt, weil des Gegners Turm und Läufer als Statisten nur zuschauen konnten. Damit hatten wir 16 Punkte und nur noch Partien von Heinrich und Ralf liefen: Ein Turmendspiel (Heinrich) und ein Endspielduell zwischen Läufer und Springer. Beide konnten ihre Positionen remis halten, so dass uns der Sieg und damit die weitere Tabellenführung nicht mehr zu nehmen war.

7. Spieltag 17.03.18 auswärts gegen SVG Alsdorf III 18 : 12

Ohne unsere ersten beiden Bretter – aber dennoch vollzählig - reisten wir nach Alsdorf. Unser Gegner dagegen war noch „ersatzgeschwächter“ und konnte nur die letzten 6 Bretter besetzen, da sie etliche Stammspieler an die oberen Mannschaften abgeben mussten. Somit führten wir direkt mit 2:0 und Alexander und Bernd an Brett 1 und 2 waren „arbeitslos“. Und wie so oft bei derartigen Konstellationen standen die Partien aus unserer Sicht durchwachsen bis schlecht. Peter verlor die Qualität und dann relativ rasch gegen seinen Gegner. Werner P. stand trotz früh getauschter Damen immer etwas schlechter und musste sich gegen seinen belgischen Landsmann aus Lüttich geschlagen geben. Werner W. übersah eine kleine Taktik des Gegners bei durchaus gegebenen Chancen. Somit war unser anfänglicher Vorteil schnell dahin geschmolzen und es wurde ein letztlich spannender, aber kurzer Kampf. Den Kampf entscheiden sollten die letzten drei Bretter: Herbert überspielte seinen Gegner, vermied das Grundreihenmatt und heimste den vollen Punkt ein. Michael stand besser, setzte seinen Gegner unter Druck, ergriff die Initiative, bis dieser fehlgriff und den Turm verlor. Den Schlusspunkt nach weniger als drei gespielten Stunden setzte schließlich Bernd Schrader, der es sich nicht nehmen ließ, die fünfte Partie hintereinander zu gewinnen. Nach seinem Bauerngewinn am Anfang ließ er im abschließenden Turmendspiel nichts mehr anbrennen und setzte seinen jungen Gegner letztlich Matt. Nach diesem Sieg ist uns zumindest der zweite Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen.

8. Spieltag 14.04.18 gegen PTSV Aachen III 19 : 13

Aufgrund der 4-er-Pokal-Vorrunde wurde dieser Mannschaftskampf um eine Woche vorgezogen, hier nochmals ein Dank an die Schachfreunde des PTSV für die unkomplizierte Abwicklung. Sportlich wollten wir den Aufstieg (und die Meisterschaft) klar machen, und das ist uns dank der Siege von Heinrich, Alexander, Peter, Sibylle und Bernd Schrader auch gelungen. Bernd Schuller steuerte ein Remis bei, Werner und Michael mussten sich leider geschlagen geben.

9. Spieltag 12.05.18 auswärts gegen SF Brand II 21 : 8

Da Meisterschaft und Aufstieg bereits feststanden, ging es heute "nur" noch um die "weisse Weste". Die Brander mussten leider gleich drei(!) Bretter freilassen. Da genügten dann im höheren Sinne die ersten fünf Spielminuten in Peters Partie:

  1. d4 f5
  2. c4 e6
  3. Sf3 h6?
  4. Sc3 c6??
  5. e4 d5
  6. ef5: ef5:
  7. Se5
und Peter ließ nichts mehr anbrennen. Ein weiterer Sieg kam von Roman, der mit Schwarz einen Angriff entfachen und mit einer schönen Kombination abschließen konnte. Sibylle, Bernd Schuller und Michel machten Remis, wobei Michel seine Partie vorbildlich fast "bis zum letzten Bauern" auskämpfte.


DWZ

Die aktuellen DWZ-Zahlen vom Schachbundes NRW

<

Tabelle

Die aktuelle Tabelle der Kreisliga des ASVB findet sich hier

ASVB

Hier geht es zur Homepage das Aachener Schachverbandes